Link auf die Website der Psychiatrie am BKH
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dieser Seite finden sie Informationen zu folgenden Bereichen:
(Durch Anklicken erreichen Sie den jeweiligen Abschnitt)
| Diagnostik | |
| Therapie | |
| Tagesklinik | |
| Ärzte/Ärztinnen | |
| Beitrag zum Thema "Depression" |
Abteilung für Psychiatrie (Leitung: Univ. Doz. Prim. Carl Miller)
Die
psychiatrische und psychosoziale Versorgung beinhaltet modernste
Diagnostik und Behandlung unserer PatientInnen nach international
anerkannten Standards.
Mit diesem innovativen Schritt ermöglichen wir Menschen mit
psychischen Problemen aus dem Bezirk eine gemeindenahe
Behandlung, sowohl stationär als auch teilstationär.
Unsere
psychiatrische Station verfügt über 21 Betten, eine Tagesklinik
mit 8 Betreuungsplätzen ist angegliedert.
Ausgehend von einem ganzheitlichen bio-psycho-sozialen Psychiatrieverständnis legen wir Wert auf
| somatische, | |
| psychiatrische und | |
| psychologische Diagnostik, | |
| Erfassen der sozialen Situation und | |
| nützen unser breites
psychotherapeutisches Wissen über psychische Störungen. |
Wir fühlen uns für akute und chronische psychiatrische Störungen zuständig. Dabei können wir auf im Hause vorhandene modernste Technik und auf fachübergreifende Zusammenarbeit zugreifen, z.B. computerunterstützte Frühdiagnostik, Computer- Magnetresonanztomographie sowie sämtliche im Haus zur Verfügung stehende Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten.
Neben medikamentöser Therapie beziehen wir psychotherapeutische Strategien mit ein, bieten Ergo- und Soziotherapie, Lichttherapie zur Behandlung von depressiven Störungen oder Biofeedback - Entspannungstechniken an.
Wichtig ist uns auch das genaue Klären der Anliegen von PatientInnen und Bezugspersonen und das Erarbeiten gemeinsamer Lösungen. Das heißt häufig intensive Zusammenarbeit und Vernetzung mit allen Beteiligten.
Nicht
alle PatientInnen benötigen eine stationäre Behandlung. Aus
diesem Grund ist die Tagesklinik an die psychiatrische Station
angegliedert. Sie dient häufig als Bindeglied zu ambulanten,
extramuralen Einrichtungen. Vielen PatientInnen kann somit
die Integration in ihre gewohnte Umgebung erleichtert werden.
Zusätzlich schafft sie durch ihr Gruppenangebot Möglichkeiten,
Kommunikations- und Leistungsfähigkeit in verschiedenen
Zusammenhängen aufzubauen und gleichzeitig die
Alltagssituationen außerhalb des therapeutischen Rahmens durch
die vorgegebene Zeitstruktur von Montag bis Freitag von 8 Uhr 30
bis 15 Uhr vermehrt in die Therapie miteinbeziehen und auch
trainieren zu können.
| NAME | Anschrift | Tätigkeitsfeld |
| Miller Carl, Doz. Dr.med. Primarius |
6330
Kufstein Bezirkskrankenhaus Tel. (05372) 6966-3805 Ordination: (keine Kassen) Georg Pirmoser Str. 13 Tel. 0664/ 353 37 49 |
FA für Psychiatrie
u.
Neurologie Diplomarzt f. Psychotherapie Psychotherapeut |
| Margreiter Johann, Dr.med.
OA, Oberarzt |
6330
Kufstein Bezirkskrankenhaus Tel. (05372) 6966-3801 Fax: (05372) 6966-1938 |
FA für Psychiatrie
u.
Neurologie Psychotherapeut |
| Gassner Margit, Dr.med. OA, | 6330
Kufstein Bezirkskrankenhaus Tel. (05372) 6966-5657 |
FA für Psychiatrie u.
Neurologie Tagesklinik d. Psychiatrie Kufstein Psychotherapeutin |
| Danzl Claudia, Dr.med. | 6330
Kufstein Bezirkskrankenhaus Tel. (05372) 6966-4803 |
FA für Psychiatrie u.
Neurologie Psychiatr. Sprechstunde im KH Psychotherapeutin |
| Knoll Gerold, Dr. med., OA, | 6330
Kufstein Bezirkskrankenhaus Tel. (05372) 6966-3805 |
FA für
Psychiatrie Ärztekammerdiplom f. psychosoziale und psychosomatische Medizin |
| Auer Josef, Dr. med. | 6330
Kufstein Bezirkskrankenhaus Tel. (05372) 6966 |
FA für
Psychiatrie Psychotherapeut für systemische Familientherapie i.A. |
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Was ist eine
Depression?
Die Depression ist eine relativ häufige Erkrankung,
von der circa 10 Prozent der Bevölkerung betroffenen ist, Frauen
doppelt so häufig wie Männer.
Oft wird die Depression von den Betroffenen nicht
als solche erkannt, sondern mit einer körperlichen Erkrankung
verwechselt.
Die Depression besteht aus einen Zustand von
| gedrückter Stimmung, | |
| Verminderung des Antriebs und | |
| Interessenverlust, was sich
zum Beispiel als Leistungsminderung in der Schule oder am
Arbeitsplatz bzw. als Schwierigkeiten bei der Bewältigung
des normalen Alltags äußern kann. |
Während einer depressiven Phase zeigen sich
| ein Morgentief, | |
| die Stimmungslage der Patienten kann durch äußere Einflüsse kaum verändert werden, | |
| eine leichte Ermüdbarkeit und verminderte Belastbarkeit mit Aktivitätseinschränkung und häufig sozialer Rückzug, | |
| ebenso Schlaf- und
Menstruationsstörungen im Sinne von Biorhythmusstörungen. |
Zur Diagnose der Depression
Um die Diagnose der Depression zu stellen, müssen
diese Symptome mindestens 2 Wochen andauern.
Monopolare Verlaufsformen der depressiven
Störungen treten häufiger auf als die bipolare Verlaufsform,
die zusätzlich auch mit manischen Episoden in Erscheinung tritt.
Affektive Störungen, zu denen die depressiven und
manischen Störungen gezählt werden, haben eine
Wiederholungsrate mit zum Teil starken Schwankungen bezüglich
der Häufigkeit des Auftretens.
Die Prognose wird durch die Suizidalidät bestimmt, die bei
monopolaren Verläufen bei 10% liegt.
Früher wurde bei dem Begriff Depression die somatische "endogene Depression" und die "neurotische Depression" unterschieden, eine äthiologische Unterscheidung, die sich in der Praxis aber nicht bewährt hat. Die moderne Psychiatrie wählt einen objektiveren phänomenologischen Zugang, wie er sich auch im ICD 10 (einem Diagnoseschlüssel der WHO) zeigt. Im ICD 10 wird zwischen dem einmaligen Auftreten im Sinne einer
| depressiven Episode und wiederholten Phasen im Sinne von | |
| einer rezidivierenden depressiven Störung unterschieden. |
Bei beiden Verlaufsformen wird beurteilt, ob es sich um eine
| leichte, | |
| mittelgradige oder | |
| schwere Episode handelt. |
Ein zusätzliches Kriterium ist, ob die
depressive Episode von einem somatischen Syndrom begleitet ist (Interessenverlust,
frühmorgendliches Erwachen, Morgentief, Appetitverlust,
Gewichtsverlust, Libidoverlust und ein objektiver Befund von
psychomotorischer Agitiertheit oder Hemmung).
Weitere Begleitsymptome können sein:
Verstopfung, Mundtrockenheit, verminderte Tränensekretion,
Druckgefühl auf der Brust, Schwindel und innere Unruhe.
Eine letzte Einteilung erfolgt nach An- oder
Abwesenheit von psychotischen Symptomen wie
Halluzinationen oder Wahninhalten, z.B. depressive Episode mit
psychotischen Symptomen.
Die Ursachen der Depression sind nicht
monokausal zu sehen.
Genetische, biologische Faktoren im Sinne von Funktionsstörungen
der Neurotransmitter bzw. der Rezeptoren und psychologische
Ursachen (Verluste, belastende Lebensereignisse) sind zu beachten.
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Die Therapie der Depression an der Abteilung
für Psychiatrie im BKH-Kufstein trägt diesen Umständen
Rechnung und beinhaltet ein Gesamtkonzept aus Psychotherapie,
Soziotherapie und psychopharmakologischer Therapie.
Die psychopharmakologische Therapie greift
in die Funktionsstörung der Überträgerstoffe bzw. der
Rezeptoren ein, wobei es neben den klassischen trizyklischen
Antidepressiva auch Antidepressiva der neueren Generation (SSRI`s,
NASA´s und Monoaminooxidasehemmer) gibt.
Die Lichttherapie: Hier wird ein biologisch aktives Licht 2 Stunden morgens und abends eingesetzt.
Beim Absetzversuch wird bei Patienten, die längerfristig
eine Behandlung mit Antidepressiva erhalten haben und keine
Wirkung zeigen, das Antidepressivum abrupt abgesetzt.
Beim Schlafentzug bleibt
der Patient für eine ganze Nacht und den darauffolgenden Tag
wach. Auch dieses Therapieverfahren wird vorrangig bei
therapieresistenten Depressionen angewandt, wie beim
Absetzversuch ist die Erfolgsdauer manchmal nur eine kurze.
Die Psychotherapie ist
eine Therapieform, bei der mit psychologischen Techniken eine
Verbesserung der Symptome erzielt wird.
Die Sozialarbeit
bezieht das familiäre und soziale Umfeld mit ein, erkennt
belastende Lebensereignisse und beseitigt sie wenn möglich.
Im BKH-Kufstein werden auf der Abteilung für Psychiatrie alle diese Therapieformen nach anerkannten internationalen Standards durchgeführt.
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